Heinrich-von-Gagern-Gymnasium Frankfurt am Main

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Die Schülerwahl am HvGG - mit allen Ergebnissen!

Text:
Selena Niesner
Jan Czudai
Fotos:
Selena Niesner
Letzte Änderung:
25.09.2017
Verantwortliche/r:
Jan Czudai

Die Schülerwahl am HvGG - mit allen Ergebnissen!

"Eine Schule, eine Wahl"

Unter diesem Motto fanden am 21. und 22. September die Schülerwahlen anlässlich der Bundestagswahl 2017 statt. Durchgeführt wurde die Wahl vom Leistungskurs Politik & Wirtschaft der Q3, welcher, angeleitet von Herrn Czudai, die Wahlen auch inhaltlich und organisatorisch vorbereitet hatte. Um die Wahl so realistisch wie möglich zu halten, waren alle für die Bundestagswahl aufgestellten Parteien auch auf dem für die Schülerwahl verwendeten Stimmzettel vorhanden und die Blockhütte auf dem Unter- und Mittelstufenschulhof diente als Wahlkabine, in der die Schüler - dem Prinzip der geheimen Wahl gemäß - ihr Votum abgeben konnten.
Im Fokus des Projekts „Schülerwahl“ stand die Debatte um die Frage, ob das Mindestwahlalter in Deutschland gesenkt werden und somit auch Minderjährigen die Möglichkeit gegeben werden sollte, Politik aktiv mitbestimmen zu können. Wählen durften deshalb alle Schüler der Unter-, Mittel- und Oberstufe, jedoch keine Lehrkräfte. Mit der zusätzlichen Angabe der eigenen Stufe auf dem Wahlzettel verfolgte der Leistungskurs Politik & Wirtschaft außerdem das Ziel, ein Meinungsbild der Schüler verschiedener Altersgruppen zu erhalten sowie die Wahlbeteiligung der verschiedenen Stufen zu ermitteln.
Um die Wahl möglichst unkompliziert zu gestalten, konnten die Schüler lediglich der favorisierten Partei ihre Stimme geben, nicht aber einem potenziellen Direktkandidaten. Hierdurch sollte ein möglichst genaues, die jeweilige Stufe repräsentierendes politisches Stimmenbild sichtbar werden.

Präludium zur Bundestagswahl: Die Ergebnisse

Mehr als 70 Prozent aller Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen am Heinrich-von-Gagern-Gymnasium haben die Gelegenheit genutzt, ihre Stimme abzugeben. Ausgehend von dieser Beteiligung, aber auch angesichts des Eindrucks, dass die überwältigende Mehrheit der Schülerinnen und Schüler die Schülerwahl sehr ernst genommen hat, kann das Ergebnis als durchaus repräsentativ für unsere Schülerschaft gelten.

Gesamtergebnis

In der Schulgemeinde teils kontrovers diskutiert wurde die Entscheidung, bei der Schülerwahl keine Altersbegrenzung vorzunehmen: Nicht nur Oberstufen- sondern auch Unter- und Mittelstufenschüler haben teilgenommen. Interessant war deshalb unter anderem die Frage, wie sich das Wahlverhalten zwischen den verschiedenen Altersgruppen unterscheiden würde. Würden die Jüngeren eher "Spaßparteien" wählen? Und verstehen die "Kleinen" eigentlich, worum es geht? Würden Sie bei einer realen Wahl im Falle einer Absenkung des Mindestalters ihrer Verantwortung gerecht werden? Andererseits: Ist das denn eigentlich bei allen Erwachsenen der Fall, die ihr Wahlrecht ausüben? Und wie sieht die Wahlbeteiligung aus? Neigen Jugendliche tatsächlich eher zu "extremen" Parteien?

Nicht ganz überraschend zeigen die Ergebnisse, wie eine urbane, überdurchschnittlich gebildete und sehr junge Bevölkerungsgruppe im Unterschied zur Gesamtbevölkerung abstimmen würde: Während die Grünen ein sehr starkes Ergebnis einfahren und auch "Die Partei" einen respektablen Stimmenanteil erzielt, spielt die AfD fast keine Rolle.
Trotz des Simulationscharakters der Wahl ist das Resultat ausgesprochen interessant und gibt sicher Anlass zu weiteren Debatten um die politische Partizipation von Kindern und Jugendlichen und um mögliche Reformen des Wahlrechts.

Außerdem sind auch die Schülerwahlen wieder einmal ein Beleg dafür, dass nicht nur jede einzelne Stimme zählt, sondern auch ausschlaggebend sein kann: Im Gesamtergebnis liegen Bündnis90/Die Grünen mit exakt einer Stimme vor der CDU.


Alle Ergebnisse auf einen Blick:

Gesamtergebnis


Unterstufe (5-7)


Mittelstufe (8-9)


Oberstufe (10-12)


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