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Tarek Al-Wazir zu Besuch am Gagern („In der Pubertät tut man manchmal komische Dinge“)

Text:
Julia Hensel
Fotos:
Johanna Schiele
Roswitha Winter-Stein
Letzte Änderung:
13.06.2012
Verantwortliche/r:
Roswitha Winter-Stein

Tarek Al-Wazir zu Besuch am Gagern („In der Pubertät tut man manchmal komische Dinge“)

Am 05.06.12 war der Fraktions- und Landesvorsitzende der hessischen Grünen, Tarek Al-Wazir, zu Besuch in der Aula des Heinrich-von-Gagern-Gymnasiums.

Interviewt wurde er von Frau Mazurek und drei Schülern des Powi-Lks - Julius Frank, Iris Siljak und Julia Hensel -, wobei das Publikum viel zum aktuellen politischen Geschehen, aber auch zum ungewöhnlichen Privatleben des Politikers erfuhr.

Al-Wazir scheute sich an diesem Abend nicht, frei, ehrlich und offen mit uns über sein Leben und die Politik zu reden, sodass schnell eine entspannte Gesprächsatmosphäre herrschte.

Tarek Al-Wazir erklärte uns zu unserem Überraschen, warum er Roland Koch manchmal vermisse („...wenn er Dinge tut, dann tut er sie vollständig“), wie anstrengend und kräftezehrend ein Wahlkampf sein könne („Ich war bei einem Körpergewicht zwischen 50 und 60 kg angekommen“) und warum er mit 14 Jahren für zwei Jahre bei seinem Vater im Jemen gelebt habe („In der Pubertät tut man manchmal komische Dinge“).

Angesprochen auf das Phänomen Politikverdrossenheit äußerte er, dass er nicht verstehe, wie die Menschen in Deutschland täglich beobachten könnten, wie im arabischen Frühling tausende Menschen gestorben seien und weiterhin für ihre Wahlstimmen kämpfen müssten, während die Menschen hier diese Chance und Errungenschaft oft nicht wahrnähmen.
Er kritisierte zum einen, dass viele Bürger nicht wählen gehen, und zum anderen, dass sie sich hinterher aber über die Politiker beschwerten. Besagte Teilnahmslosigkeit habe auch lange bei vielen der Bürger geherrscht, die sich nun über den Fluglärm beschwerten, weil
- so Al-Wazir - alle Parteien, die den Flughafenausbau vorangetrieben haben, dies vorher nicht verschwiegen hätten. Und so fügt er hinzu, gerade die Flughafenbefürworter unter den Parteien in den Landtag eingezogen seien.

Den Vergleich zwischen Piraten und Grünen analysierte er präzise und stellte anschaulich dar, warum er ihn für nicht angemessen hält. Er erzählte von den Anfängen der Grünen und beschrieb die Grünenwähler der 80er Jahre als hochpolitisch. Im Gegensatz dazu seien die Piratenwähler lediglich auf Protest aus und damit absolut unpolitisch.

In der anschließenden Fragerunde konnte das Publikum noch einmal persönlich nachhacken und Tarek Al-Wazir beantwortete alle Fragen vom Flughafenausbau bis hin zu seinem Geburtsdatum - dies ist, wir wir nun wissen, der 3. Januar.

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Der Besuch Tarek Al-Wazirs gab uns Einblicke in sein Privatleben und in die Politik.
Das interessante und offene Gespräch mit einem außergewöhnlichen Politiker bescherte uns aber vor allem auch einen amüsanten Abend!

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